
Früher war das alles noch recht übersichtlich. In den 1990er Jahren gab’s Take That, die Backstreet Boys oder ´N Sync. In den 80ern hörten die Teenies Kylie Minogue und New Kids On The Block. Die 70er waren fest in der Hand der Bay City Rollers und David Cassidy und noch früher waren es die Partridge Family oder die Beatles.
Und heute? Heute habe ich die Übersicht verloren. Da tummeln sich im Lager „Disney“ Miley Cyrus, Ashley Tisdale, die Jonas Brothers und Selena Gomez, im Lager „Nickelodeon“ Victoria Justice, Big Time Rush oder Miranda Cosgrove. Und zu allem Überfluss kommen dann noch die Teenie-Stars dazu, die keinen großen Geld- und/oder Namensgeber im Rücken haben, etwa Justin Bieber, Taylor Swift oder One Direction. Das faszinierende daran ist – sie haben alle ihre Berechtigung und viele Fans himmeln mehrere Idole gleichzeitig an.
Interessanter Weise schaffen es nur die wenigstens Kinder- und Teenie-Stars in die Welt der Erwachsenen. Miley Cyrus‘ Versuch scheiterte bisher kläglich, in der Popmusikwelt der „Großen“ Fuß zu fassen. Britney Spears ist zumindest in Ihrer Heimat weiterhin eine feste Größe.
Um mit seiner eigenen Musik unter all diesen jungen, meist außerordentlich talentierten Menschen nicht unterzugehen, bedarf es sicher einiger Unterstützung. Und da es nicht jedem neuen Talent vergönnt ist, namhafte Mentoren und Unterstützer zu haben (wie etwa Usher bei Justin Bieber), und die Riege der „neuen jungen Wilden“ auch eine eingeschworene Gemeinschaft bildet, kann es schon mal passieren, dass sich trotz des allgemeinen Konkurrenzkampfes die jungen Stars gegenseitig helfen. Und neuerdings kann es sogar vorkommen, dass die „Kleinen“ den „Großen“ helfen.
Jüngstes Beispiel ist Carly Rae Jepsen. Die mittlerweile 26-jährige Kanadierin wurde 2007 Dritte in der kanadischen Castingshow „Canadian Idol“ und hat für ihren aktuellen Song „Call Me Maybe“ ein außergewöhnliches Video online gestellt.
Außergewöhnlich deshalb, weil es nicht nur wie eine mit dem Handy selbstgedrehte private Party-Sause aussieht, sondern auch, weil in dem 3-Minuten-Filmchen die Teenie-Star-Dichte höher ist als beim Kids Choice Award. Carly ist seit kurzem auch beim Label von Justins Manager Scooter Braun unter Vertrag. Und so schließt sich der Kreis, dass Teenie-Stars den Erwachsenen den Weg des Erfolgs ebnen. Und ganz nebenbei: der Song ist auch noch ziemlich gut.
Sieh Dir hier das Video der Tennie-Stars zu Carly Rae Jepsens «Call me Maybe » an
- inklusive Justin Bieber, Selena Gomez und Ashley Tisdale:
