Die alte Taylor Swift ist tot – es lebe Taylor Swift!

Das neue Rache-Video hat schon über 70 Millionen Aufrufe auf YouTube und soll ihren alten Ruf endlich begraben.

Taylor Swift hat sich neu erfunden – oder zumindest will sie das gerne. Doch ganz so neu ist ihr Video doch nicht. Rekorde hat sie trotzdem gebrochen. Der Clip  zu "Look What You Made Me Do" erreichte nach einem Tag  über 43 Millionen Aufrufe. Adele schaffte mit "Hello" am ersten Tag 27 Millionen und Psy mit "Gentleman" 36 Millionen“ Views. Und nach zwei Tagen hat sie die Zahl schon fast verdoppelt.

Foto: Screenshot YouTube/TaylorSwiftVEVO

Das Geheimnis: Sie macht im Video viele Anspielungen zu den Streits und Gerüchten der vergangenen Zeit. Jede Szene hat eine andere Bedeutung. Wir haben drei Beispiele rausgepickt:

1. Der Streit mit Katy Perry

Erst waren sie Freunde, dann plötzlich Feinde. Im Video fährt Taylor Swift das Auto aus Katys Musikvideo "Waking up in Vegas“ zu Schrott und sieht mit ihren Haaren und ihrem Outfit aus, wie eine Kopie von Katy. Demonstrativ hält sie aber ihren Grammy-Award in den Händen, eine Auszeichnung, die Katy noch fehlt.

2. Ihre Ex-Lover

Die Tänzer am Ende tragen alle ein "I Love TS"-Shirt, so wie es ihr Lover Tom Hiddleston am Strand trug als sie ein Paar waren. In den Medien wurde die Liebe der beiden immer wieder in Frage gestellt. Generell hat Taylor wenig Glück in der Liebe bisher. Immer wieder wird sie als beziehungsunfähig dargestellt. 

3. Taylors viele Gesichter

Immer wieder wird Taylor vorgeworfen, sie "sei zu nett", "immer viel zu überrascht, wenn sie einen Preis gewinnt", "immer zu freundlich" und doch eigentlich nur "fake". Diese Gerüchte vereint Taylor am Ende ihres Clips. Sie hat sämtliche Kostüme von ihren Auftritten und Videos an und stellt sich ihren Gegner mit den letzten Worten "Shut Up!" ("Seit ruhig!")

Alles begann damit, dass sie ihrem Instagram-Account ein neues Update verpasste. Sie löschte alle Bilder und melde sich kurz darauf mit seltsamen Fotos und Clips, die ihr neues Album "Reputation" (z.dt. Ruf) ankündigten: Eine böse Schlange, Taylor in Schwarz-Weiß, und harte Schrift-Typos machten schon Lust auf die neue andersartige Single und das Album im November. Doch dann folgte eine solide gute Single, die uns eigentlich an die alte Taylor erinnert: Moderne Pop-Elektro-Beats, eine blonde Taylor mit roten Lippen und viele Kostüme. 

Und kennen wir die Rache Nummer nicht schon? Bereits zur Single "Shake It OFF" spielte Taylor mit ihrem Ruf und zählte auf, was ihre Gegner ihr so alles Schlimmes antun. Schon damals riet sie sich selbst "Shake It Off" (Schüttle es ab!). Vielleicht hätte sie auf sich selbst hören und Musik einfach Musik lassen sollen. Denn eigentlich muss sie sich nicht ständig rechtfertigen und erklären. Denn "Haters gonna hate hate hate"!

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