Neues Jahr, neues Glück

Arno über gute Vorsätze zum neuen Jahr und wie man diese am besten angeht.

Foto: dpa

Sechs von zehn Menschen schaffen es nicht, ihren guten Vorsätzen fürs neue Jahr entsprechende Handlungen folgen zu lassen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Umfrage. Weiter sagt die Studie, warum das so ist: Wir scheitern und setzen unsere Pläne nicht um, weil wir den Aufwand unterschätzen. Das glaube ich. Denn zwanzig Kilo Übergewicht wird man nun mal nicht in drei Wochen los und wenn alle Ihre Kollegen rauchen, ist es auch nicht einfach, damit aufzuhören.

Aber wer seine guten Vorsätze nicht halten kann, hat ein schlechtes Gewissen und bekommt miese Stimmung. Man fühlt sich nicht gut, wenn man bei seinen selbsterkorenen Zielen versagt. Daher habe ich mir vorgenommen, die Sache mit den Vorsätzen in diesem Jahr nicht ganz so ernst zu nehmen. Wieso müssen wir denn auch jedes Jahr eine neue Version von uns selbst schaffen wollen? Stattdessen könnte man sich ja zum Beispiel vornehmen, ein paar Kilos zuzulegen, wenn man aus Erfahrung weiß, dass das sowieso passieren wird. Oder Sie planen nur dann, öfter ins Fitnessstudio zu gehen, wenn Sie auch wirklich Lust dazu haben. Die anderen, die zwar wissen, dass das vernünftig wäre, lassen es. Wer weiß das schließlich nicht. Ich habe in diesem Jahr übrigens auch schon mal alles von vornherein gestrichen, was ich bereits 2017 nicht geschafft habe. Vergangene Misserfolge reduzieren die Erfolgsaussichten nämlich beträchtlich.  

Oder was halten Sie davon: Sie sammeln nicht viele gute Vorsätze, sondern überlegen sich nur einen einzigen. Das wird oft empfohlen und ich halte es für sinnvoll. Denn einer ist zu schaffen. Und sollte es jemandem tatsächlich schon im Januar gelingen, keine Süßigkeiten mehr zu essen oder mit dem Rauchen aufzuhören oder drei Mal die Woche joggen zu gehen, kann sich der- oder diejenige ja gleich für den Februar etwas Neues vornehmen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes neues Jahr und viel Glück!

Arnos Kolumne erscheint immer dienstags in der Berliner Morgenpost und auf www.morgenpost.de.

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