Stars for free

Arno über erhöhten Puls und Stolz.

Ich darf meine Moderationskarten nicht vergessen! Es heißt ja, Lampenfieber gehört zu einer Show dazu, aber ich könnte gern darauf verzichten. Die Aufregung wird gerade täglich größer: Sonnabend ist Stars for free-Tag. Das große Open-Air-Konzert in der Wuhlheide, das wir unseren Hörern schenken, findet in diesem Jahr zum 21. Mal statt. Trotzdem ich das schon so oft gemacht habe, ist es immer wieder ein Adrenalinschub vor mehr als 17.000 Menschen auf der Bühne zu stehen. Ich hoffe, dass man meinen Herzschlag nicht hört. Von 15 bis 22 Uhr moderiere ich mit meinen Kollegen große Musikkünstler wie Adel Tawil, Lena, Tim Bendzko, Wincent Weiss und Marlon Roudette aus England an, das ist das Who is Who der Musikbranche. Und auch DieLochis, Alma, Joris, Welshly Arms sind auch dabei. Wir haben die neun angesagtesten Musik-Acts gebucht und ein Comedian aus der 1. Reihe, Bülent Ceylan.

Egal, wie lange ich das alles schon mache, es ist jedes Mal wieder etwas Besonderes, große Künstler persönlich kennenzulernen. Oft sind sie ganz anders, als man es sich vorstellt. Der Graf von Unheilig zum Beispiel ist ein netter Typ, sehr höflich. Oder die Jungs von The BossHoss, die hatten auch nach dem 10. Foto-Call noch ein Lächeln für die Fotografen, und das war echt, kein eingefrorenes Keep Smiling. Jasmine Thompson hat geduldig stundenlang Autogramme gegeben. Das machen nicht alle Promis, aber auch so ein angenehmer Künstler ist Max Giesinger. Er hat sich vor seinem Auftritt extra viel Zeit für Interviews und seine Fans genommen.

Ich bin sehr stolz auf meine Kollegen: Um 17.000 Hörern dieses Mega-Konzert über acht Stunden bieten zu können, haben sie in den letzten Wochen alles gegeben. Sie organisieren Stars for free neben ihren normalen Jobs und ich weiß, dass es laufen wird. Natürlich! Und wenn ich abends beim Feuerwerk sehe, wie happy die Hörer sind, krieg ich Kerl tatsächlich Gänsehaut.

Arnos Kolumne erscheint immer dienstags in der Berliner Morgenpost und auf www.morgenpost.de.

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