Valentinstag: Arno über den Tag der Liebe

Abgedroschen, kitschig, kommerziell – das beschreibt ihn ganz gut, den Valentinstag, oder?

Muss der denn wirklich jedes Jahr sein oder kann der auch mal weg? Bei uns im Sender wird das immer wieder neu diskutiert.  Keine Angst, über den Kommerzcharakter des Valentinstages oder dass Hollywood uns idealisierte romantische Idealvorstellungen eingepflanzt hat, will ich hier gar nicht mehr reden, das haben wir oft genug gehört.

Am Valentinstag erwarten Frauen die perfekte Liebe, egal, was ist,, auch wenn es am Abend vorher den größten Streit gab. Wenn ein Mann den Valentinstag vergisst, kann er eigentlich gleich auswandern, zumindest aus dem gemeinsamen Schlafzimmer. "Aber es ist doch wirklich nur ein Tag wie jeder andere", wage ich mich hervor. Das sei typisch männlicher Pragmatismus, zischt mir eine Kollegin entgegen. Hier gehe es aber um große Gefühle, das dürfte doch auch ich mal kapiert haben. An dem Tag hängen so hohe Erwartungen, da kann man ja nur scheitern, sagen die Männer. Reicht ein simpler Blumenstrauß oder muss es doch die Städtereise sein? Sollen wir ausgerechnet heute ein Beziehungsgespräch führen oder das nun gerade nicht?

Stefan behauptet, dass er es genau weiß: Den Valentinstag gibt es nicht! "Das ist ein fake! Eine Erfindung von wem auch immer", erklärt er und begründet das aus seiner Sicht ganz einfach. Er hat noch nie ein Geschenk zu diesem angeblichen Tag der Liebe bekommen oder gemacht. Keine Blumen, kein Essen, nichts. Das sei doch wohl Beweis genug dafür, dass es den Tag nicht gibt. Die Frauen müssen lachen.

Wir haben uns darauf geeinigt, dass es schön ist, sich Aufmerksamkeit zu schenken. Egal wann. Klar geht das auch an jedem anderen Tag des Jahres. Aber nehmen wir doch den 14. Februar als Anlass, uns das schönste Geschenk zu machen, das sich Paare gegenseitig machen können: Zusammen eine gute Zeit zu verbringen.

Arnos Kolumne erscheint immer dienstags in der Berliner Morgenpost und auf www.morgenpost.de.