Vom Flieger gleich an den Schreibtisch?

Arno über die ersten Tage nach dem Sommerurlaub.

Drei Wochen lang fremde Länder, Palmen und Pool, Abenteuer, Bootfahren oder Jetski und dann - zurück ins Büro. Da warten nach dem Urlaub hunderte ungelesene E-Mails, die Mailbox ist überfüllt, auf dem Schreibtisch türmen sich die Unterlagen und die Kollegen stehen Schlange, weil so viel angefallen ist in der langen Zeit. Welcome back in deinem Leben!

Wie stellt man es an, um am ersten Arbeitstag nach den Sommerferien nicht  gleich im völligen Chaos zu versinken und seinen Stresslevel möglichst gering zu halten? Wir haben eine Umfrage unter unseren Hörern gestartet, wie sie damit umgehen: 82 Prozent gönnen sich nach ihrem Urlaub noch ein paar Tage Auszeit zu Hause, bevor sie wieder in die Firma gehen. Da wird schon mal die Wäsche gewaschen und  erst mal Ordnung gemacht, damit man einigermaßen entspannt wieder in die Arbeitswelt startet. Ich glaube, das macht Sinn. Nach einer Reise braucht man eine Weile, um anzukommen und sich zu sortieren. Die Koffer müssen auspackt, der Kühlschrank gefüllt und die Schwiegereltern besucht werden. Das braucht seine Zeit. Es gibt aber auch 18 Prozent unserer Hörer, die auf Piek nach Hause kommen, ein paar Stunden schlafen, und sofort wieder einsteigen. Die müssen sich nicht akklimatisieren, sondern starten gleich wieder voll durch. Experten sprechen übrigens von einem Post-Holiday-Syndrom und empfehlen den ersten Tag nach dem Urlaub auf einen Donnerstag zu legen, damit das Wochenende nicht so weit weg ist. Oder in ein Restaurant mit der Landesküche des jeweiligen Reiselandes essen zu gehen. Oder ein Urlaubsfoto als Bildschirmhintergrund zu installieren. Da kann man schön in Erinnerungen schwelgen. Mir erleichtern meine Kollegen das Zurückkommen ungemein. Sie wollen alles wissen und fragen mir Löcher in den Bauch. Und da ich großer Reisefan bin, lass ich mir auch gern berichten. Schließlich will auch der nächste Urlaub schon mal geplant werden.

Arnos Kolumne erscheint immer dienstags in der Berliner Morgenpost und auf www.morgenpost.de.

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