Der Kampf gegen breite Beine im öffentlichen Straßenverkehr

In Madrid und New York dürfen Personen nicht mehr breitbeinig sitzen. Zumindest dürfen die Beine nicht so weit auseinander gehen, dass anderen Menschen ein Platz verwehrt bleibt. "Manspreading" heißt das neue Problem der Großstädten.

Foto: dpa

"Manspreading" beschreibt die Sitzform, bei der Mitbürger ihre Beine beim Sitzen so weit auseinanderspreizen, dass sie die daneben kauernden Menschen ganz ungalant in die Ecke treiben. Sie nehmen meist zwei Sitze, statt dem ihn zustehenden einen Sitzplatz ein.

Die Verkehrsbetriebe in Madrid haben jetzt reagiert. Sie twitterten ein Foto mit Bildern, die demnächst in Bussen hängen sollen. Auf den Schildern steht "Respektiere den persönlichen Raum anderer".

In New York macht die Verkehrsbehörde schon seit 2015 gegen das breitbeinige und raumgreifende Sitzen von Männern in der U-Bahn mobil. 

In Berlin gibt es ein solches Verbot nicht. Hier wird das "Manspreading" nicht als Problem angesehen, welches andere Dinge, wie lautes Telefonieren, Essen oder Trinken, übersteigt. Doch gehört es nicht ebenso zu den Verhaltensregeln für mehr Rücksicht auf andere Mitfahrer in öffentlichen Verkehrsmitteln? Oder wird hier einfach übertrieben?

Und schließlich werden Sitze, meistens von Frauen, auch gerne mit ihrer Shopping-Ausbeute besetzt. Dafür gibt es natürlich auch schon ein modisches Wort: "Shebagging"

Quelle: dpa

Hinweisschild in U-Bahn-Station in Manhatten, New York.

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