Brandenburger Polizei gibt Hinweise für verdächtige Pakete von DHL

Mitten in der Weihnachtszeit verbreitet ein Erpresser des Paketdienstes DHL Angst und Schrecken. Ein verdächtiges Paket landete am 01.12. in einer Apotheke am Potsdamer Weihnachtsmarkt.

Quelle: dpa

Die DHL-Packstation an der Kantstraße Ecke Roseggerstraße in Potsdam (Brandenburg), in der die Paketbombe aufgegeben wurde.

Update, 06.12.2017: Millionen in Bitcoins

Bei der Fahndung nach dem DHL-Erpresser wertet die Polizei mehr als 60 Hinweise aus der Bevölkerung aus. Eine heiße Spur zeichnete sich am Dienstag aber noch nicht ab. Nach Informationen der Bild-Zeitung verlangen die Erpresser 10 millionen Euro in der Internetwährung Bitcoin. Der Vorteil der Kryptowährungen: Ein einfacher Code reicht für den Zugang zum Geld, eine Rückverfolgbarkeit soll dem Anspruch der Währung nach nicht möglich sein. Doch früher oder später will der Erpresser doch "echtes" Geld - und muss hohe Summen tauschen.

Für das Paket am Freitag  wurden Teile des Potsdamer Weihnachtsmarkts gesperrt. Die Polizei konnte es dann rechtzeitig mit einem Wasserstrahl zerschießen. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um regional agierende Täter aus Berlin oder Brandenburg. Weitere Einzelheiten dazu wurden aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht genannt. Die Sicherheitsbehörden halten weitere Sendungen für möglich oder sogar wahrscheinlich. Betroffen seien bislang vor allem kleine Unternehmen. Auch die Sendung an Privatpersonen sei aber nicht auszuschließen.

Die Brandenburger Polizei gibt in diesem Zusammenhang konkrete Hinweise für den Fall verdächtiger Sendungen. 

Diese Punkte solltest Du überprüfen, bevor Du ein Paket öffnest:

  • Kommt das Paket von einem unbekannten oder fehlendem Absender?
  • Ist Deine Adresse handgeschrieben und schlecht leserlich?
  • Stehen die Adressen nicht am übrlichen Platz?
  • Gibt es Rechtschreibfehler, Flecken oder Verfärbungen an dem Paket?
  • Keinesfalls öffnen bei herausragende Drähten!

Alamiere sofort die Polizei: Hinweise werden unter 0331 / 50 59 50 oder an jeder Polizeidienststelle entgegengenommen.

Am 1.12. war ein verdächtiges Paket bei einem Apotheker abgegeben worden, der sein Geschäft direkt am Potsdamer Weihnachtsmarkt hat. In dem Paket befanden sich Hunderte Nägel und ein sogenannter Polenböller. So werden umgangssprachlich Feuerwerkskörper bezeichnet, die wegen Sicherheitsmängel in Deutschland illegal sind. Anfang November war laut Polizei ein ähnliches Paket an einen Online-Händler in Frankfurt (Oder) gesendet worden. Dieses sei beim Öffnen in Brand geraten.

Quelle: dpa/ Polizei Brandenburg

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