Die Morgencrew-Qualitäts-Tipps für die Berliner S-Bahn

Die Pünktlichkeitsquote lässt oft zu wünschen übrig und die Qualität ist oft ausreichend - die S-Bahn startet jetzt ein Qualitätsprogramm. Die Morgencrew hat da noch in Punkte anzumerken.

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Die Berliner S-Bahn will die Zahl der Störungen und Verspätungen in ihrem Netz mit einem großen Programm verringern. Zudem sollen Bahnhöfe verschönert, die elektronischen Informationsanzeiger auf Bahnsteigen erneuert sowie die Leit- und Sicherungstechnik modernisiert werden, wie der Berliner Bahn-Bevollmächtigter Alexander Kaczmarek am Mittwoch ankündigte. In das Qualitätsprogramm "S-Bahn Plus" will die Bahn bis zum Jahr 2025 rund 32 Millionen Euro investieren. Zu den 180 Einzelpunkten gehören der Austausch von störanfälligen Signalkabeln, der Ausbau der Stromversorgung und mehr zusätzliches Sicherheitspersonal auf einigen größeren Bahnhöfen.

Die Morgencrew hilft gern weiter und hat fünf Punkte, die durchaus zur Qualitätssteigerung beitragen. Das sind die Top 5 Morgencrew-Qualitäts-Tipps für die Berliner S-Bahn:

1. Ein Buzzer an jedem Platz – zur kollektiven Abstimmung, falls Straßen-Musiker reinkommen, "Hit the Road Jack" spielen - und es so gar nicht gut klingen will. "3 Mal Nein – für Dich ist hier leider Schluss." Das Supertalent lässt grüßen.
2. Ein Türsteher vor jeder Tür. Zu laute Musik, zu viele Umzugskisten dabei - sorry, aber Du kommst hier nicht rein.
3. Ein Fahrkarten-Automat für Touristen! Man will nur mal schnell sein Ticket kaufen, die Bahn fährt ein - und dann steht da ein Tourist am Automat, und versucht sich zurecht zu fummeln. Lässt sich vermeiden: Einfach einen Automaten exklusiv für Touris aufstellen.
4. Eine Deo-Dusche! Alle die durch die S-Bahn-Tür kommen - einmal mit Deo absprühen. Ist Gold wert bei dem Wetter.
5. Sitzplatz-Reservierung - mit Priority Check-In. Kein Warten mehr, kein Stehen mehr - einfach rein und hinsetzen. So lässt sich Berufsverkehr aushalten. Dazu noch Bord-Service Board-Service am Platz. Ein Getränk, ein Snack – macht jede Fahrt entspannter.

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Ganz grundlegend will die S-Bahn 100 Lokführer pro Jahr zusätzlich ausgebildet und eine Reihe von Bahnhöfen verschönert werden. Es sollen die Technikanlagen der stark belasteten Stadtbahnstrecke häufiger gewartet werden. Als weitere Schwachstelle hat die S-Bahn ein Relais an den Türen der S-Bahn-Wagen ausgemacht. Wenn eine Tür nicht schließt, kann der Zug nicht weiterfahren. Die störanfälligen Türrelais sollen möglichst bald ersetzt werden. An sehr warmen Tagen überhitzen die Elektronikschränke in den S-Bahnen immer wieder. Damit falle die gesamte Zugelektronik aus, erklärte Buchner. Nun sollen die Elektronikschränke eine Kühlung erhalten.