Gerd Nefzer gewinnt Oscar für die besten visuellen Effekte

Gerd Nefzer wurde in Hollywood mit drei Kollegen für die Arbeit am Science-Fiction-Film "Blade Runner 2049" ausgezeichnet.

Foto: Ian West/PA Wire/dpa

Der 52-Jährige zeigte sich überglücklich: "Dankeschön, Germany! Thank you - great", sagte er in seiner Dankesrede mit der goldenen Statue in der Hand. Nefzer kommt aus Schwäbisch Hall, arbeitet aber auch in der Filmschmiede Potsdam-Babelsberg. Er war im Film vor allem für das düstere Wetter verantwortlich. 

"Das fühlt sich großartig an, fantastisch!", jubelte Nefzer wenig später hinter der Oscarbühne. "Es ist ein super Moment in meinem Leben, ich hätte nie gedacht, dass ich es als deutscher Special Effects Supervisor mal zu den Oscars schaffe. Es ist unglaublich, ich kann es immer noch nicht fassen." Und auf die Frage, wie er seinen Erfolg feiern wolle, sagte er: "Ich bin mir noch nicht sicher, es ist das erste Mal, dass ich einen Oscar gewinne - wahrscheinlich auch das letzte Mal ... Aber ich denke, wir werden viel Spaß haben und wohl auch ein bisschen was trinken."

Quelle: dpa

Richard R. Hoover (l-r), Paul Lambert, John Nelson und Gerd Nefzernehmen während der Verleihung der 90. Academy Awards, den Oscars 2018, auf der Bühne im Dolby Theatre den Oscar für die besten visuellen Effekte für den Film "Blade Runner 2049" entgegen.

Die Gewinner der 90. Oscar-Verleihung

Bester Film: "Shape of Water – Das Flüstern des Wassers"
Regie: Guillermo del Toro für "Shape of Water – Das Flüstern des Wassers"
Hauptdarsteller: Gary Oldman für "Die dunkelste Stunde"
Hauptdarstellerin: Frances McDormand für "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri"
Nebendarstellerin: Allison Janney für "I, Tonya"
Nebendarsteller: Sam Rockwell für "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri"
Original-Drehbuch: Jordan Peele für "Get Out"
Filmmusik: Alexandre Desplat für "Shape of Water – Das Flüstern des Wassers"
Filmsong: "Remember Me" aus dem Film «Coco»
Schnitt: Lee Smith für "Dunkirk"
Visuelle Effekte: Gerd Nefzer, John Nelson, Paul Lambert und Richard R. Hoover für "Blade Runner 2049"
Dokumentarfilm: "Icarus" von Bryan Fogel