Hörer verraten, was das Dieselfahrverbot für sie bedeutet

Am Dienstag fällt das Urteil zum Dieselfahrverbot. Für Diesel-Fahrer wäre dies eine folgenschwere Entscheidung. Bei Arno und die Morgencrew können sie ihren Sorgen nun rauslassen.

Foto: dpa

Update 28.02.2018: Das Dieselfahrverbot wurde genehmigt

Jetzt ist es beschlossen: Das Dieselfahrverbot wird in Deutschland eingeführt. Was das für Autofahrer in Berlin bedeutet, hat Anja Semtanin vom Autoclub Europa verraten. Da Berlin eine der Städte ist, in denen die Schadstoffbelastung sehr hoch ist, ist es durchaus möglich, dass man sich hier dazu entscheidet, das Dieselfahrverbot einzuführen. "Aber bis das kommt, wird vermutlich noch ein Jahr Zeit vergehen", so Semtanin.

27.02.2018: Es wird über das Dieselfahrverbot diskutiert

Viele der 104.6 RTL-Hörer wären von einem möglichen Dieselfahrverbot betroffen. Wie sehr sich das auf ihr Leben und ihre Existenz auswirken könnte, verrieten sie Arno und der Morgencrew.

Hörer Florian aus Spandau fährt einen Diesel-Sprinter. Er versteht, dass man als Privatperson sich bei einem Dieselfahrverbot ein neues Fahrzeug anschaffen würde. Aus der geschäftlichen Sicht wäre dies allerdings viel zu teuer. Hörer Daniel hat sich sein Diesel-Auto damals angeschafft, um langfristig Geld zu sparen. Das könnte jetzt nach hinten losgehen.

Hörer Jörg ist Taxifahrer und fährt seither immer Diesel. Ein Dieselfahrverbot wäre für ihn "sehr existenzbedrohend". Beim Dieselverbot könnte er mit seinem Auto nicht mehr in die Innenstadt fahren. Ein neues Auto könnte er sich nicht leisten.

Diesel-Fahrer Rolf und seine Frau sind selbstständig. Beim Dieselverbot wäre es für die beiden nicht möglich sich ein neues Fahrzeug zu leisten. Als Stadtkurier müsste er ebenfalls täglich durch die Stadt fahren.

Hintergrundinformationen zum Dieselfahrverbot

Als Folge des Abgasskandals wird über heute über das Dieselfahrverbot am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Hier soll vor allem entschieden werden, ob Städte ein eigenmächtiges Verbot anordnen können oder ob es eine bundeseinheitliche Regel geben wird. Das Verbot soll zum Einhalt der Schadstoff-Grenzwerte beitragen.

Seit Jahren werden die Grenzwerte in vielen Städten nicht eingehalten. Dabei geht es um Stickoxide, die als gesundheitsschädlich gelten. Die EU-Kommission hatte die bisherigen Anstrengungen Deutschlands als nicht ausreicheichend kritisiert und droht mit einer Klage beim Europäischen Gerichtshof (EuGH).