Ist Wein und Milch bald pfandpflichtig?

In einer Stellungsnahme des Bundesrates fordern die Bundesländer ein einheitliches Pfandsystem.

Aktuell zahlen wir auf PET-Flaschen, Bierflaschen und einigen Dosen Pfand. Auch wenn dies sehr einfach erscheint, ist man sich dann letztendlich doch nicht immer sicher, ob man dafür Pfand gezahlt hat oder nicht. Und genau dieses unübersichtliche Pfandsystem will die Bundesregierung vereinheitlichen. Das bedeutet, mit dem möglichen neuen Gesetzesentwurf wird Pfand auf alle Getränke erhoben. Damit würde man in Zukunft auch auf Wein, Milch, Säfte, Spirituosen, Sekt und Schaumweine, sowie alle Getränke in Getränkekartons Pfand zahlen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ist dagegen, die Pfandpflicht bei Getränken auszuweiten. "Von den Vorschlägen der Länder zur Ausweitung der Pfandpflicht auf alle Getränkesorten halte ich gar nichts», sagte die SPD-Politikerin der Rheinischen Post. Ein Pfand auf Milch- und Saftkartons ergebe keinen Sinn. "Wir haben da kein Umweltproblem. Die Kartons lassen sich gut recyceln und verwerten." Der Getränkekarton schneide in der Umweltbilanz nicht schlechter ab als eine Mehrweg-Glasflasche. Quelle: dpa

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