So schlimm wütete Sturm "Herwart" in Berlin und Brandenburg

Die Schäden von Sturm "Xavier" sind noch sichtbar, da wütete der nächste Herbststurm in Berlin.

Abgedeckte Häuser, umgestürzte Baugerüste, überflutete Straßen: Auch in Berlin hinterließ "Herwart" starke Schäden. Die Deutsche Bahn stoppte am Sonntag ihren Fernverkehr. Viele Straßen wurden wegen umgekippter Bäume gesperrt. Vor allem in Nord- und Ostdeutschland entwurzelte "Herwart" zahlreiche Bäume. Meteorologen warnten vor dem Betreten der Wälder, die Zoos in Berlin blieben geschlossen.

Mit bis zu 125 Kilometer pro Stunde fegte der Sturm durch Berlin. Er riss ein Baugerüst am Schöneberger Ufer um und traf einen Jogger, der schwer verletzt ins Krankenhaus musste. Viele Dächer, wie in der Uhlandstraße, wurden abgedeckt, Bäume stürzten um. Rund 500 Einsätze fuhr die Berliner Feuerwehr.

Mehrere Tote, Verletzte und erhebliche Schäden

Leider hat das Sturmtief am Wochenende auch Menschenleben gekostet. An der Nordsee in Niedersachsen wurde ein 63-jähriger Camper von der Sturmflut überrascht und ertrank. In Mecklenburg-Vorpommern kenterte ein Motorboot mit drei Urlaubern aus Sachsen - eine 48-jährige Frau und ein 56-jähriger Mann starben. Ein weiterer Mann wurde auch am Montagmorgen noch vermisst. Die Suche nach dem Mann sollte im Verlauf des Tages weitergehen.

Mehrere Menschen wurden außerdem bei Sturm-Unfällen in Deutschland verletzt. In Polen und Tschechien waren mindestens drei Todesopfer zu beklagen. Als der Sturm abflaute, begann vielerorts das große Aufräumen.

Die Bahn kämpft auch zu Wochenbeginn noch mit den Folgen

Vom Morgen an sind wieder erste Fernzüge zwischen Hannover und Berlin, Hannover und Magdeburg, Münster (Westfalen) und Norddeich sowie Berlin und Dresden unterwegs, wie die Bahn am Morgen mitteilte. Ab etwa 14 Uhr sollen zwischen Hamburg und Berlin wieder erste Fernzüge fahren.

Wegen des Umfangs der Schäden könne es allerdings auf diesen Strecken weiter zu Einschränkungen und auch Zugausfällen kommen. "Bitte informieren Sie sich nochmals vor Reiseantritt", hieß es.

Quelle: dpa