WM-Aus: Entsetzen auf Berliner WM-Fanmeile

Es ist voll, laut und sehr warm - auf der Berliner WM-Fanmeile muss der fußballbegeisterte junge Mensch eine Menge ertragen. Als Entschädigung hofft er auf kollektiven Jubel. Doch alles endet in kollektiver Depression.

Am Ende ist alles Hoffen und Bangen vergebens - der erlösende Torschrei der mit Deutschlands Nationalmannschaft fiebernden Fußball-Fans will einfach nicht ertönen. Als der Schiedsrichter abpfeift, ist nach all dem kollektiven Aufstöhnen über verpasste Chancen nur noch ein tief Seufzer unter den Tausenden Menschen auf der Berliner Fanmeile am Brandenburger Tor und auf der Straße des 17. Juni zu hören. Dann beginnt auch schon ein eiliger Abmarsch, schnell zerstreut sich die Menge.

Die Enttäuschung steht vielen Fans ins Gesicht geschrieben, es fließt manche Träne auf einem Areal, auf dem das Team von Trainer Jogi Löw vor vier Jahren als frisch gebackener Weltmeister von Zehntausenden begeistert empfangen worden war. Dieses Spektakel wird sich nun nicht wiederholen, nachdem die Mannschaft diesmal schon nach dem dritten WM-Spiel ausgeschieden ist.