Gegen Lebensmittelverschwendung!

5 Tipps, wie Du zum "Foodsaver" werden kannst!

Trotz vieler Appelle zum Stopp der Lebensmittelverschwendung landen in Deutschland jährlich fast 13 Millionen Tonnen Essen im Müll. Allein in den Haushalten wirft jeder Mensch im Schnitt 85,2 Kilogramm Nahrungsmittel im Jahr weg. Brötchen, Nudelreste, Salatblätter - tonnenweise Essen landet im Müll. Vieles davon ist nicht verdorben. Das Problem ist riesig - doch einige Menschen haben Lösungen im Kampf gegen die Verschwendung gefunden. Lösungen, an die auch Du Dich beteiligen und zum "Foodsaver" werden kannst.

"RTL Aktuell"-Moderator Maik Meuser
08.09.2020
"RTL Aktuell"-Moderator Maik Meuser
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Foto: Christoph Soeder/dpa
 

Auf die Teller statt in die Tonnen: So kannst Du helfen und zum "Foodsaver" werden!

 
1. Die App "To Good To Go"

Viele Konditoreien, Restaurants, Hotels und ähnliche Betriebe in Berlin und Brandenburg bieten ihre Lebensmittel auf der kostenlosen App "Too Good To Go" an - auf Deutsch: "Zu gut zum Wegwerfen". Mit dem Smartphone kannst Du filtern, worauf Du Hunger hast und einen Laden in der Umgebung mit "verfügbaren Mahlzeiten" suchen. In einer vereinbarten Zeitspanne kann das Essen zu einem reduzierten Preis abgeholt werden.

Das Start-up kommt aus Dänemark - einem Vorzeigeland in Sachen Reduzierung von Lebensmittelverschwendung mit besonders vielen Initiativen. Dänische Haushalte haben nach Angaben des dortigen Umweltministeriums in sechs Jahren 14 000 Tonnen weniger Essen weggeworfen.

2. Rettermärkte "Sirplus"

Jahrelang lebte Raphael Fellmer von dem, was er aus Mülltonnen hinter Supermärkten fischte. Heute ist er Supermarktgründer mit bereits sechs Standorten in ganz Berlin - zum Beispiel in der East Side Mall und in der Wilmersdorfer Straße - und einem Online-Shop. Die Geschäfte tragen den Namen "Sirplus" - ein Wortspiel aus dem englischen Wort "surplus" für Überschuss und Sir - höflich für Herr.

Rettermarkt "Sirplus"
08.09.2020
Rettermarkt "Sirplus"
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Sirplus Rettermarkt in der East Side Mall | Foto: Sirplus
Sirplus Rettermarkt in der East Side Mall | Foto: Sirplus
 

Überschüssige Lebensmittel, die kurz vor oder nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) stehen oder nicht der Norm entsprechen werden direkt bei dem Hersteller "gerettet". Gleichzeitig sind die Preise oft günstiger als beim Discounter. Es kann also durchaus sein, dass man ein Produkt in der Hand hält, dass laut MHD schon ein Jahr abgelaufen ist.

Aber riskiert man so nicht eine Lebensmittelvergiftung? Nein, sagt Fellmer. Er übernimmt die Haftung. Ein Lebensmittelhygieniker und andere Mitarbeiter prüfen jede Lieferung. Dabei schauen sie, ob die Verpackung unbeschädigt ist, riechen, ob der Geschmack normal ist und probieren einen Schluck oder einen Bissen. Genau so kann man auch zu Hause prüfen. "Unser Körper weiß ganz genau, wenn du eine Milch trinkst und wenn du sie riechst, ob die noch gut ist oder ob sie schlecht ist", sagt Fellmer.

Mehr zum Theme "MHD" und "Verbrauchsdatum" findest Du HIER.

3. Lebensmittelbox "Etepetete"

Du kannst Dir über Etepetete eine Box direkt nach Hause liefern lassen mit frischem Gemüse, Obst und Snacks. Das Konzept: Die Lebensmittel haben kleine Makel, sind verformt oder entsprechen aufgrund des Aussehens nicht der Norm für den Supermarkt. Der Geschmack ist aber gleich. Bevor sie also weggeschmissen werden müssen, werden sie Dir per Abo geliefert.

 

4. Die "Foodsharing-Initiative"

Die Initiative engagiert sich gegen die Lebensmittelverschwendung und will ungewollte und überproduzierte Lebensmittel in privaten Haushalten sowie von kleinen und großen Betrieben retten Dazu gibt es eine Website, auf der du schön übersichtlich alle Standorte finden kannst. Tipp: Hier kannst Du auch selbst aktiv werden und Lebensmittel retten!

5. Lebensmittelrettung in Deinem Supermarkt

Einige Supermärkte bieten auch Obst und Gemüse an, das nicht der gängigen Schönheitsnorm entspricht oder verkaufen Brot vom Vortag für wenige Cents. Lidl hat bereits grüne Boxen in ihren Geschäften aufstellen lassen, um gegen Lebensmittelverschwendung anzukämpfen. Artikel, die aussortiert werden müssen oder bald ablaufen, können hier zu einem stark reduziertem Preis gekauft werden. Frag doch auch in Deinem Markt nach solchen Boxen!

Solche Boxen stehen in einem Supermarkt. Frag bei Deinem Händler nach, ob sie sich auch an einer solchen Aktion beteiligen wollen.
Solche Boxen stehen in einem Supermarkt. Frag bei Deinem Händler nach, ob sie sich auch an einer solchen Aktion beteiligen wollen.
 

Mach auch mit und versuche gemeinsam mit 104.6 RTL und dem Hashtag #ResteEssen Deinen Lebensmittelabfall im September zu minimieren!

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