Arnos Kolumne

Aus TXL wird Tschüss-XL

Arno über den Abschied vom "Airport der Herzen"

Foto: Fabian Sommer/dpa

Der Countdown läuft. Der letzte offizielle Betriebstag von Tegel ist am 7. November. 72 Jahre nach Eröffnung. Der Flughafen der Herzen. Der praktischste Airport der Welt. Klein und mitten in der Stadt. Gut zu erreichen. Manchmal brauchte ich nach kurzen Städtetrips mit Handgepäck nur etwas mehr als eine halbe Stunde von der Landung bis zum Beine-hochlegen auf dem Sofa zu Hause. Demnächst gehen alle Flüge vom neuen BER. Gut, man verdrängt die völlig überfüllten Gänge in den Sommerferien. Dass man in den engen Schalterhallen nicht mehr auseinanderhalten konnte, ob es das Ende der Schlange vom Schalter nach München oder schon das Ende der Schlange vom Schalter nach Rom ist. Man vergisst, dass man zwar sehr schnell aus dem Flieger raus war und vor dem Gepäckband stand, aber dann ewig auf seinen Koffer warten musste. In anderen Airports überbrückt man diese Warte-Zeit durch stundenlanges Gehen. Es bleiben vor allem die schönen Erinnerungen an den lieb gewonnenen Airport. Katja aus der Morgencrew erinnert sich zum Beispiel gern an eine Crewreise mit Gewinnern nach Mallorca. Schon vor dem Abflug waren alle in einer Flughafen-Bar versackt und es wurde ziemlich lustig an Bord. Julia erinnert sich, dass sie nach ihrem Austausch-Jahr in den USA in Tegel landete und beim Warten auf ihr Gepäck mit Freuden-Tränen in den Augen ihre Eltern schon lange durch die Scheiben sehen konnte. Wer noch einmal in Nostalgie schwelgen möchte: bis zum 7.November hat die Besucherterrasse des Flughafens Tegel geöffnet. Zeittickets gibt es kostenlos unter www.danketegel.berlin. Tschüss TXL.

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