Arnos Kolumne

Ich fühle mich unwohl damit

Arno über aktuelle Alltagssituationen.

Im alltäglichen Leben, beim Einkaufen oder im Baumarkt, sieht man schon mal einen Kunden oder Mitarbeiter zwischen den Regalen, der keine Maske trägt. Wie verhält man sich? Etwas sagen oder dem aus dem Weg gehen? Vielleicht wurde die Maske aus Versehen vergessen? Kann im Eifer des Gefechts schon mal passieren. Andere haben die Maske nicht wie empfohlen an: Sie hängt nur am linken Ohr, wird nur über das Kinn getragen oder die Nase guckt raus. Spricht man diejenigen an? Oder reagieren die sofort aggressiv?

Rüdiger Maas, Psychologe und Autor des Buches "Was hat Bill Gates mit Corona zu tun?" hat mir im Morgencrew-Interview den Tipp gegeben diese Menschen aus der "Ich-Perspektive" anzusprechen: "Ich fühle mich unwohl damit. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie die Maske bitte richtig aufsetzen." Die richtige Wortwahl ist wichtig, weil man durch die Maske ja keine Mimik erkennt. Das gelte auch beim Thema Abstand-halten. Vor kurzem hatte ich folgende Situation in einem Restaurant: Der Nachbartisch wurde immer voller. Da saßen erst zwei, dann kamen noch zwei dazu, und am Ende standen zehn Leute um den Tisch rum. Ich bin dann zum Kellner gegangen und habe gefragt, ob er die Situation auflösen könne, weil mir diese Ansammlung unangenehm wäre. Er gab mir und meiner Frau dann einen anderen Tisch, denn er wisse nicht, was er sonst tun solle. Er war dreimal dort, die gingen nicht weg und hielten sich nicht an die Regeln. Aber er könne auch auf den Umsatz nicht verzichten. Gut, dass er uns das erzählte. So konnten wir seine Entscheidung nachvollziehen. Es wurde dann noch ein schöner Abend.

 


 

Mehr zum Thema: Psychologe und Autor Rüdiger Maas beantwortet Fragen zum Umgang mit Verschwörungstheorien.

>>Coronakrise und Verschwörung <<

 

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