Arnos Kolumne

James Bond jagt Dr. Ki-No

Arno über 007 und die Wiederbelebung des Blockbusters

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das nochmal sagen würde – aber es gibt einen neuen Bond-Film im Kino! Darf man da eigentlich noch „neu“ sagen, oder zählt der schon zu den Klassikern? Fast zwei Jahre mussten wir auf den Film warten – bis es letzte Woche nun die Weltpremiere in London gab. Mit so einem Verzug, hätte man die eigentlich am BER machen sollen, oder? Egal. Jetzt ist er da: „Keine Zeit zu Sterben“ – was auch das Motto ist, mit dem der Film die Kino-Branche aufmöbeln soll, denn die Corona-Zeit hat Spuren hinterlassen – vor allem bei kleineren Kinos. Hollywood findet eigentlich nur noch auf Fernsehern und Laptops statt. Aber nicht mit James Bond! „Bombastische Action“ und „Atemberaubende Stunts“ sollen die Film-Fans zurück ins Mutterschiff locken. Zur gemeinschaftlichen Event-Kultur, sagen die Stars selbst. Ganz schön viel Verantwortung, selbst für einen James Bond. Warum fangen wir nicht erstmal klein an?! Zum Beispiel damit, dass mein Kinosaal am Start-Tag knacke voll war. Super! Ich weiß nicht, wann ich so etwas zuletzt erlebt habe. Okay - auch ich hatte mich an das Heimkino-Erlebnis gewöhnt, da bin ich ganz ehrlich: Auf der Couch liegen und den neusten Hollywood-Hit auf die Fernbedienung serviert bekommen? Das hat doch was. Und wenn mich vor einer Woche jemand gefragt hätte, ob ich Bond unbedingt im Kino sehen müsste… Naja, nicht wirklich. Aber jetzt, nach diesem 3-Stunden-Spektakel, kann ich nur sagen: Das war schon was! Ob 007 damit die komplette Kino-Welt retten kann, weiß ich nicht. Aber ich hab zumindest wieder Lust auf Martini.

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