Arnos Kolumne

Mal nichts über Corona. Versprochen!

Arno über "Oktober-Füchse".

Wieder im Lockdown! Ich finde, da tut es gut, wenn man mal nichts über Corona liest. Deshalb jetzt ein paar Minuten lang ein wirklich ganz anderes Thema: Füchse! Richtig gelesen. Denn in Berlin gibt es gerade sehr viele besonders zutrauliche Füchse. Viele suchen verstärkt die Nähe von Menschen und haben keine Scheu. Die kommen so nahe, dass man sie streicheln kann. Das sind die sogenannten "Oktober-Füchse". Junge Rotfüchse, die im Mai geboren wurden und nun von ihren Eltern vertrieben werden. Die müssen sich jetzt ein eigenes Revier suchen. Erwachsen werden. Da kommen sie auch auf Menschen zu. Die Füchse betteln um Futter, und manchmal zerren sie sogar am Hosenbein. Ist mir noch nicht passiert, aber wir haben in der Sendung solche Geschichten gehört. Für die jungen Füchse bricht gerade eine Welt zusammen. Monatelang wurden sie von ihren Eltern umsorgt und jetzt werden sie plötzlich vertrieben! Kann sich mein Kater Elvis gar nicht vorstellen sowas. Um den wird sich liebevoll gekümmert, und er hat ein tolles Zuhause. Was macht man nun, wenn man so einem zutraulichen Fuchs begegnet? Man sollte laut rufen und ihn verscheuchen. Sonst kommt der immer wieder. Vor allem: bitte kein Mitleid haben. Die finden genug Futter. Berlin ist für Füchse ein Schlaraffenland. Ratten, Mäuse und Vögel, oder sie bedienen sich an Mülltonnen. Angst haben braucht man auch nicht: die Oktober-Füchse sind nicht gefährlich und haben keine Krankheiten. Ich bin den jungen Füchsen wirklich dankbar. Sie haben es tatsächlich geschafft, dass wir ein paar Minuten mal nicht über Corona nachgedacht haben.

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