Zeig mir deine Hand

Und ich sag dir, ob du flüssig bist. Arno über die neue, verrückte Bezahlmethode.

Foto: Christian Wyrwa/Tui/dpa

Ich bin und bleibe Fan der Barzahlung. Nennt mich altmodisch, aber wer bar zahlt, gibt nur das aus, was er wirklich hat. Kein Dispo, kein Verkalkulieren, keine bösen Überraschungen am Monatsende. Gerade für Shopping-Fans eine gute Kontrolle, seine Ausgaben im Blick zu behalten. Natürlich zahle ich nicht alles in bar. Es gibt ja mittlerweile unzählige Möglichkeiten, seinen Einkauf zu begleichen: Neben Barzahlung zahlt man heute mit der EC-Karte, der Kreditkarte, mit Payback-Punkten oder mit dem Smartphone. Und nun kommt eine Bezahlmethode dazu: Wahrscheinlich zahlen wir bald auch mit der Hand. Kein Witz: Amazon arbeitet gerade daran: Bezahlen mit Handerkennung. Funktioniert so: Man hält seine Hand an der Supermarktkasse einfach über ein Lesegerät, die Hand wird gescannt. Das Geld wird dann automatisch vom Konto abgezogen. Einkauf erledigt. Klingt im ersten Moment nach Science Fiction, aber auch sehr praktisch. Immerhin hat man seine Hand immer und überall dabei. Kein langes Kleingeldzählen mehr. Kein langes Warten am EC-Kartengerät. Jede Hand ist anscheinend so einmalig, dass man sie zur Unterscheidung von Personen nutzen kann. Ich finde es immer noch verrückt, wenn ich darüber nachdenke. Aber wahrscheinlich sehe ich mir in wenigen Jahren diese Kolumne nochmal an und lache über meine eigene Skepsis, während ich im Flugtaxi über Berlin schwebe. Das ich selbstverständlich mit meiner Hand bezahle.

Und falls mir die Rechnung dafür zu hoch ist, könnte ich ja versuchen, nur den Mittelfinger über den Scanner zu halten. Vielleicht funktioniert es ja.

Euer Arno. 

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