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Arno über balinesische Massagen.

Irgendwie werde ich auch nicht jünger und so stellen sich mit zunehmendem Alter kleine Wehwehchen ein, die man dann nicht mehr so einfach ignorieren kann. So meldet sich in letzter Zeit des Öfteren mein Sakralgelenk und verlangt nach besonderer Beachtung. Jetzt bin ich nicht gerade der Beste im Umgang mit Unwohlsein bzw. das Ertragen kurzweiliger Schmerzzustände. Meine Frau wiederum ist nicht gut darin, mir aufopferungsvolles Verständnis und Mitgefühl entgegenzubringen, verordnet lediglich endlich sportlich aktiver zu werden. Um es nicht gleich zum Äußersten kommen zu lassen, entschied ich mich zunächst für eine balinesische "Deep Pressure"-Massage. Die begann unglücklicherweise mit einem Fußpeeling, was mir den Schweiß auf die Stirn trieb, da ich den Kitzel-Reflex kaum unterdrücken konnte. Dramatischer jedoch war, dass ich diese zierliche, mit hoher Stimme wispernde Balinesin unterschätzt habe.

Mit grobmotorischer Raffinesse und komplettem Körpereinsatz bearbeitete sie mich für geschlagene anderthalb Stunden. Nicht nur das sie mit ihren zierlich anmutenden Füßchen auf mir herumtrampelte, Hand- und Fußflächen klatschend malträtierte, ja selbst meine gesamte Kopfhaut wurde zentimeterweise angehoben. Das war mehr als nur unangenehm, so waren selbst die ursprünglichen Schmerzen im Sakralgelenk plötzlich nebensächlich geworden.

Fazit meines Selbstheilungsplanes: Bei kurzweiligen Schmerzzuständen von Wehleidsbekundungen gegenüber der Ehefrau absehen; um sogenannte Wellnessmassagen einen Bogen machen; umgehend einen Physiotherapeuten aufsuchen und zu guter Letzt, um diese gänzlich zu vermeiden, regelmäßig körperlichen Aktivitäten - sprich Sport - nachkommen. Und meine Frau hat damit wiedermal Recht!

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