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Arno über den Mietendeckel und 100.000 Wohnungen für Berlin

Gerade habe ich meinen Mietvertrag unterschrieben. Raus aus dem ruhigen Bezirk im Westen. Mich zieht es mitten in die City. Und dazu verkleinere ich mich, vom Haus in die Wohnung.

Ich kann jeden verstehen, der mittendrin sein will im big city life. Doch leider fehlen uns in Berlin Wohnungen. Hier noch ein paar Airbnb-Apartments, da noch ein großes Prestige-Projekt. Der Mietendeckel soll das Wohn-Problem richten, aber meiner Meinung nach wird er das genaue Gegenteil bewirken.

Auf den ersten Blick klingt es vernünftig, die "großen, gierigen Investoren" zu bremsen. Aber damit bremsen wir uns selbst aus. Wir bremsen das Gebot von Angebot und Nachfrage. Wir bremsen die soziale Marktwirtschaft. Im schlimmsten Falle verlieren wir tausende Jobs, die am Bau-Boom hängen: Fleißige Baggerfahrer, Maurer, Sekretäre, Elektriker und viele mehr.
Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat Zweifel und sagt, der Mietendeckel schadet Mietern.

Jetzt haben sich Bürgermeister in Vorpommern zusammengeschlossen und wollen Berliner nach Vorpommern an die Ostsee locken. Der Weg nach Berlin sei überschaubar, die Mieten niedrig. Das Motto: "Lasst uns Berlin größer denken".

Nein, das ist nicht die Lösung.
Während auf der einen Seite über Enteignungen diskutiert wird, unterstütze ich die Initiative für 100.000 neue, soziale und bezahlbare Wohnungen. Innerhalb der nächsten acht Jahre sollen so 100.000 Wohnungen entstehen, zu Mieten zwischen 6 und 10 Euro kalt. Der Senat kann uns dabei unterstützen, indem er schnell, unbürokratisch und preiswert Grundstücke bereitstellt.
Was wir brauchen, sind viele bezahlbare Wohnungen. Für jeden Berliner, der gerne Teil dieser wunderbaren Stadt sein möchte.

Lasst uns Berlin nicht "größer denken". Lasst uns bauen. Euer Arno!

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