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Foto: Holger Hollemann/dpa

Arno über Berlin-Geräusche.

Autofahrer von Spandau bis Köpenick kennen und fürchten gerade ein Geräusch: Plok – plok – plok – plok. Kommt Ihnen auch bekannt vor? Richtig. Es ist das Geräusch von Eicheln, die auf die Autodächer scheppern. Die ersten Herbstboten. Momentan fallen die Eicheln wie verrückt von den Bäumen, und wenn Ihr Auto drunter steht ist das wie Hagel. Nebenbei, spannend, was man zu Eicheln so alles für Fakten findet: 2018 sind laut diversen Försterverbänden so viele Eichen wie lange nicht mehr auf den Boden und die Straßen gefallen, anscheinend aus Hitzestress. Und sogar der ADFC, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V., hat Fahrradfahrer schon vor den herabfallenden Geschossen gewarnt.

Ich hatte also mein Auto vor ein paar Tagen unter einem Baum in Siemensstadt geparkt, stieg aus und höre es schon: Plok – plok – plok – plok.

Stimmen Sie mir zu, dass es für einen Autobesitzer kein schrecklicheres Geräusch gibt, als knallharte Eicheln, die auf den Lack einschlagen? Ich dachte erst irgendwelche Kinder erlauben sich einen Spaß, aber es war der Baum, der einen Anschlag auf mein Auto verübte. Ich bin wirklich nicht etepete mit meinem Auto, aber einen Hagelschaden auf dem Dach möchte ich eigentlich nicht. Das zahlt auch keine Versicherung. Ich bin also direkt wieder ins Auto gestiegen und habe einen neuen Parkplatz gesucht – ohne Eiche.

Wenn Sie also momentan irgendwo in Berlin parken, schauen Sie erstmal unter welchem Baum Sie den Wagen parken. Denn die Eicheln können einem derzeit echt das Auto verhageln. Wobei man auch sagen muss: oft ist man in Berlin ja schon froh überhaupt einen Parkplatz zu finden – da kann man dann auch nicht wählerisch sein.

Und apropos Geräusch: Plok – plok – plok – plok. Ich spiele gerade in meiner Morgensendung ein Spiel mit allen Hörern. Da geht es ums Geräusche-erraten. Wer als erstes auf mein gesuchtes Geräusch kommt, den belohne ich mit ordentlich Bargeld.

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