belly-2473_960_720.jpg

Arno über den derzeit angesagten Mega-Abnehm-Trend: Intervall-Fasten.

Für Zeitschriftenleute ist es ein ungeschriebenen Gesetzt. Wer zu Beginn des Jahres eine Diät auf die Titelseite druckt, steigert die Auflage. Deshalb kann und konnte man auch zu Beginn dieses Jahr überall zahlreiche neue, alte und neu verpackte Diät-Trends und Ideen lesen. Die wohl erfolgreichste und beliebteste Methode im Moment ist das Intervall-Fasten. Das Prinzip ist ja auch einfach. Man soll nur acht Stunden am Tag Nahrung zu sich nehmen und dann für 16 Stunden auf jegliche Nahrung verzichten. In dieser täglichen 16 stündigen Fastenzeit soll man dann nur noch Wasser und ungesüßten Tee trinken. Das verlockende dabei ist, dass man in den restlichen acht Stunden ganz normal alles Essen darf, auf was man Lust hat. Ja, auch Süßigkeiten.

Die Profi-Intervall-Faster unterscheiden übrigens zwischen unterschiedlichen Methoden. Das „klassische“ 14/10, also 14 Stunden fasten. Ausgedehnte Profi-Varianten sind dann 16/8 und 18/6.

Intervall-Fasten – einfach genial oder gaga?

Ich habe in der Sendung mit einigen Hörern gesprochen die diese Diät machen und die Erfolge sind erstaunlich. Eine Hörerin hat mit Intervall-Fasten ganze zehn Kilo in einem knappen halben Jahr abgenommen, eine andere Hörerin schaffte sechs Kilo in nur drei Monaten. Aber, ist das gesund? Ich habe drei Experten gefragt, ihre einhellige Meinung hat mich überrascht.

Die Ernährungswissenschaftlerin Sonja Schäche sagt: "Intervall-Fasten kann dazu beitragen, dass der Körper an die Fettpolster geht. Es ist nur wichtig sich trotzdem ausgewogen zu ernähren".

Der Fitnesstrainer José Yilderim meint: "Intervall-Fasten ist sinnvoll für Menschen, die wenig Zeit und schnellen Erfolg haben möchten".

Der Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedel fügt hinzu: "Intervall-Fasten ist unbedingt sinnvoll, denn es kommt der Blutzucker- und Insulin-Spiegel endlich mal runter und dadurch verliert man Gewicht".

Dreimal ein klares "Ja" zum Intervall-Fasten. Selten habe ich von einer Diät gehört oder gelesen über die sich die Experten so einig sind wie beim Intervall-Fasten.

Ich habe es selbst auch schon ausprobiert und muss sagen, dass ich weder zu- noch abgenommen habe. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich nicht ganz ehrlich mit mir selbst war. Ich habe zwar 18 Stunden am Tag keine Mahlzeiten zu mir genommen. Gar nix. Die Gummibärchen, die Schokolade und das Gebäck abends gemütlich vorm Fernseher habe ich aber großzügig nicht mitgezählt.

Ich muss meine Strategie wohl umstellen: ich esse 16 Stunden und 8 Stunden – wenn ich schlafe- einfach nix. Übrigens: Intervall-fasten heißt nicht "die Intervalle zwischen 2 Tafeln Schokolade". Also ich werde wohl nochmal einen zweiten Anlauf starten müssen und mich dieses Mal an die Regeln des Intervall-Fastens halten. 18 Stunden am Tag NIX essen und trinken, was Kalorien hat.

Arnos Kolumne erscheint immer dienstags in der Berliner Morgenpost und auf www.morgenpost.de.

Das könnte Dich auch interessieren