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 (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Wer Ronaldo, Messi oder die Bayern daheim live sehen will bei Spielen der Champions League, muss erstmal zahlen - seit dieser Saison läuft die Königsklasse nur noch hinter Bezahlschranken auf Sky oder DAZN. Wie es dazu kam, nimmt nun das Bundeskartellamt unter die Lupe.

Die Ausstrahlung von Spielen der Fußball-Champions-League hat Deutschlands oberste Wettbewerbshüter auf den Plan gerufen. Man habe ein Verwaltungsverfahren eingeleitet, um die Kooperation des Pay-TV-Senders Sky und des Streamingdienstes DAZN zu untersuchen, teilte das Bundeskartellamt am Dienstag in Bonn mit.

Fußball-Fans, die sich nicht die Champions League entgehen lassen wollen, müssen im Zeitraum 2018 bis 2021 mit den beiden Bezahl-Anbietern vorlieb nehmen. Zuvor waren zumindest einige Partien im ZDF zu sehen.

Sky hatte sich 2017 in einer Ausschreibung der UEFA durchgesetzt, danach aber einen Teil des Pakets an den Streaming-Dienst DAZN abgegeben. Diese Kooperation wird nun vom Kartellamt untersucht.

In Verwaltungsverfahren geht es nicht um Bußgelder. Ein Ergebnis der kartellrechtlichen Prüfung könnte sein, dass die Firmen ihr bisheriges Vorgehen ändern müssen. Auch eine Einstellung des Verfahrens ist möglich.

Quelle: dpa / pke