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Die angesagtesten Food-Blogger kommen nicht aus dem Prenzl Berg oder Friedrichshain, sondern aus der JVA Heidering zwischen Großbeeren und Ludwigsfelde.

Hübsch drapiert auf einem blauen Handtuch liegen in perfekter Anordnung Brötchen, Käse und eine halbe Möhre – eine Mahlzeit in der JVA Heidering. Lecker sieht das nicht aus, das ist klar, doch die Frage ist eher: Ist es eine ausreichende und abwechslungsreiche Mahlzeit mit genügend Nährstoffen für die Gefängnisinsassen?

Auf dem Twitterkanal "Gefängniscuisine" posten Knackis jeden Tag Fotos von ihren Mahlzeiten, um so auf das schlechten Essen in der Kantine aufmerksam zu machen. Knapp 2.000 Follower hat der Account schon – Tendenz steigend.

Dass diese Mahlzeit zu klein ist und eindeutig Vitamine fehlen, braucht nicht erst untersucht zu werden. Das ist mit einem Blick zu erkennen. Allerdings sehen wir auf anderen Fotos auch veganen Aufschnitt, Bio-Jogurt, vegetarische Frikadellen in ausreichender Form.

In der B.Z. erklärte ein Sprecher der JVA: "Die Speisepläne werden gemäß den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erstellt und umgesetzt". Vergessen sollte auch nicht, dass in der JVA eigentlich Handyverbot besteht. Wie kommen die Insassen also an einen Twitterkanal?

Die Meinungen zum Kanal sind unterschiedlich: Während einige User das Essen kritisieren, sagen andere, dass man nicht vergessen sollte, wo und warum sich die Insassen dort befinden.

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