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 (Foto: Clara Margais/dpa)

Der letzte Rettungsversuch ist gescheitert: Der britische Reisekonzern Thomas Cook stellt den Betrieb ein. Urlauber stranden, Hoteliers bangen um ihr Geld.

Hunderttausende Urlauber sitzen fest, andere können ihre Reise nicht antreten: Die Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook wirbelt die Pläne Reisender durcheinander und hat auch Folgen für deutsche Urlauber. Europas zweitgrößter Tourismuskonzern stellte am Montag den Betrieb mit sofortiger Wirkung ein. Die deutsche Tochter mit den Marken Thomas Cook, Neckermann, Öger Tours, Air Marin und Bucher Reisen stoppte den Verkauf von Reisen. Urlauber, die am Montag oder Dienstag aufbrechen wollten, dürfen von der Tochter Condor nicht mehr befördert werden.

Morgencrew-Hörerin Daniela ist in Ägypten gestrandet:

Die deutsche Thomas Cook GmbH erklärte, man könne nicht gewährleisten, dass gebuchte Reisen mit Abreisedatum 23. und 24. September stattfinden. Der Ferienflieger Condor darf Urlauber, die mit Thomas-Cook-Veranstaltern gebucht haben, nicht mehr an ihr Ziel bringen. Reisende, die planmäßig nach Hause fliegen wollten, werden von dem Ferienflieger befördert.

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 (Foto: Silas Stein/dpa)

Condor hält den Flugbetrieb planmäßig aufrecht. Die Fluggesellschaft beantragte von der Bundesregierung aber einen staatlich verbürgten Überbrückungskredit, um "Liquiditätsengpässe" zu verhindern. Dabei soll es sich um rund 200 Millionen Euro handeln.

Dem britischen Reisekonzern Thomas Cook war das Geld ausgegangen. Das Unternehmen stellte am frühen Montagmorgen deshalb den Betrieb mit sofortiger Wirkung ein.

Quelle: dpa