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MacGyver lässt grüßen: Ein Gefangner brachte die Gitterstäbe seiner Zelle zum Schmelzen.

So funktionierte das Schmelzen der Gitterstäbe

Mit einem Kaugummi, einer Haarklammer und einem Kuli konnte MacGyver sich aus jeder gefährlichen Situation befreien. Ein Gefangener in der JVA Tegel bewies ähnliche technische und chemische Fertigkeiten und brachte zwei Gitterstäbe seiner Zelle zum Schmelzen. Danach seilte er sich aus dem Fenster ab. Der Ausbruch aus der Zelle gelingt zwar, aber noch auf dem Gefängnisgelände wird der 52-jährige Insasse gestellt.

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JVA Sicherungsverwahrung Tegel (Foto: Hannibal Hanschke/dpa)
So brachte er die Gitterstäbe zum Schmelzen

Den Angaben zufolge behandelte der Gefangene die Gitterstäbe zunächst mit einer Flüssigkeit. Anschließend setzte er die Stäbe unter Strom. In Verbindung mit der Chemikalie schmolzen die Gitter. Um sich abzuseilen, benutzte er anschließend ein Bettlaken.

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Mario K. während des Prozesses im Jahr 2015 (Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp)

Wer ist der Gefangene?

Es soll sich bei dem Gefangenen um den sogenannten "Maskenmann" handeln. Dies bestätigte die Justizverwaltung auf Nachfrage jedoch nicht. Man äußere sich nicht in dieser Form zu den Gefangenen. Ein Sprecher sagte lediglich, der Mann sei zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Im sogenannten Maskenmann-Prozess verurteilte das Landgericht Frankfurt (Oder) im Jahr 2015 einen damals 47-Jährigen wegen des Angriffs auf Millionärsfamilien und der Entführung eines Managers südöstlich von Berlin zu lebenslanger Haft. Der Mann hatte bei den Taten 2011 und 2012 jedes Mal eine Art Imkermaske getragen.