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 (Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp)

SPD in Brandenburg vor AfD - Schwierige Regierungsbildung erwartet.

Die SPD gewinnt die Landtagswahl in Brandenburg trotz Verlusten vor der AfD und kann auch nach fast 30 Jahren weiterregieren. Die Partei von Ministerpräsident Dietmar Woidke fällt nach dem vorläufigen Endergebnis aber auf ihr schwächstes Ergebnis im Land und braucht in jedem Fall einen dritten Regierungspartner. Die rot-rote Koalition, die seit rund zehn Jahren bestand, hat keine Mehrheit mehr. Die CDU landet auf dem dritten Platz. Sie fährt wie SPD und die Linke das bisher schlechteste Ergebnis bei einer Landtagswahl in Brandenburg ein.

Die Ergebnisse der Wahl in Brandenburg in Zahlen

Die SPD kommt nach dem vorläufigen Ergebnis des Landeswahlleiters auf 26,2 Prozent der Zweitstimmen. Sie verliert damit 5,7 Prozentpunkte im Vergleich zur Landtagswahl 2014. Die AfD folgt mit 23,5 Prozent. Sie gewinnt 11,3 Punkte und verdoppelt fast ihr damaliges Ergebnis. Die CDU erreicht 15,6 Prozent und verliert 7,4 Punkte. Die Grünen kommen auf 10,8 Prozent und gewinnen 4,6 Punkte. Die Linke erzielt 10,7 Prozent und büßt 7,9 Punkte ein - der höchste Verlust bei dieser Wahl.

BVB/Freie Wähler liegen bei 5,0 Prozent. Sie legen 2,3 Punkte zu und überspringen die Fünf-Prozent-Hürde. Sie wären ohnehin entsprechend ihrem Ergebnis in den Landtag eingezogen, weil sie wie 2014 wieder ein Direktmandat errungen haben. Die FDP verfehlt mit 4,1 Prozent trotz eines Zugewinns von 2,6 Punkten den Einzug.

So geht es nach der Wahl jetzt weiter

Großer Gewinner ist die AfD mit ihrem radikal rechten Spitzenkandidaten Andras Kalbitz. Trotz eines zweistelligen Zuwachses bleibt der von vielen gefürchtete große Knall eines erstmaligen AfD-Wahlsiegs aber aus. Als Partner der SPD kommen die Grünen infrage. Die CDU oder die geschwächte Linke könnten der dritte Partner der SPD sein. Denkbar sind eine rot-grün-rote Koalition mit hauchdünner Mehrheit (ohne Überhangmandate) und ein Bündnis der SPD mit CDU und Grünen mit einer etwas deutlicheren Mehrheit. CDU-Landeschef Senftleben bot der SPD eine Zusammenarbeit an.

Quelle: dpa

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