17. Januar 2020 – Josefine Blume

Bauernprotest

400 Traktoren rollen durch Berlin.

Foto: Carsten Rehder/dpa

Mehrere tausend Bauern mit Traktoren haben anlässlich der Grünen Woche am Freitag in Berlin demonstriert. Der Protest unterstützte die Interessen der Landwirtschaftsbetriebe und richtete sich gegen härtere Umweltschutzgesetze. Über drei Strecken aus Norden, Süden und Westen rollten die Trecker am Freitagvormittag aus Brandenburg in die Berliner Innenstadt und erreichten gegen 12.00 Uhr die Straße des 17. Juni. Nach Angaben der Veranstalter waren etwa 400 Traktoren dabei.

 

Zwischen Ernst-Reuter-Platz und Großer Stern war die Straße des 17. Juni in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die Polizei hatte zuvor geraten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Mit 350 Beamten regelte sie den Verkehr und von einem Hubschrauber aus beobachtete sie die Entwicklung aus der Luft. Die Verkehrsinformationszentrale twitterte Fotos von langen Traktoren-Kolonnen, etwa auf der Heerstraße in Charlottenburg.

 

die Demonstrationen richteten sich auch gegen neue Düngevorschriften und forderten "faire" Lebensmittelpreise. Auf Plakaten an den Traktoren stand "Mit uns statt gegen uns" oder auch "Sorry. Aber sonst werden wir nicht gehört". An die Adresse von Politikern und Städtern hieß es: "Sie säen nicht. Sie ernten nicht. Doch sie wissen alles besser."

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