20. Januar 2020 – Josefine Blume

Royaler Ausstieg Harrys und Meghans

Prinz Harry meldet sich auf Social Media zum Abschied von der Rolle als Mitglied der engeren Königsfamilie.

Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa

Der nächste Paukenschlag im britischen Königshaus: Prinz Harry und seine Frau Meghan werden sich nicht länger "Königliche Hoheit" nennen, keine offiziellen Aufgaben für die Queen mehr übernehmen und das Geld für die Renovierung ihres Wohnsitzes zurückzahlen. Das teilte der Buckingham-Palast mit. Die britischen Medien urteilten hart mit ihren Titelblättern.

Foto: Frank Augstein/AP/dpa
 

"Queen ordnet harten Megxit an", titelte der "Sunday Mirror". "Harry und Meghan verstoßen", lautete die Schlagzeile beim "Sunday Telegraph". Das Klatsch-Blatt "Sunday People" sah die beiden gar "Draußen in der Kälte". Zu allem Übel meldete sich auch noch Meghans Vater, Thomas Markle, zur Wort. Reportern des britischen Senders Channel 5 sagte er, der Ausstieg Harrys und Meghans von den Verpflichtungen des Königshauses sei blamabel. Zudem warf er den beiden Geldgier vor.

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Jetzt meldet sich Prinz Harry zu den Vorwürfen

"Als Meghan und ich heirateten, waren wir aufgeregt, hoffnungsvoll und wir wollten etwas Sinnvolles tun", sagte Harry in einer Rede vor Mitarbeitern der Hilfsorganisation Sentebale, die am Sonntag auf dem Instagram-Konto des Paares gepostet wurde. Er fügte hinzu: "Deshalb macht es mich traurig, dass es so weit gekommen ist."

 

Vorgestellt hatten die beiden sich das Ganze aber anders, wie Harry nun bestätigte. Sie hätten sich nicht leichtfertig dazu entschieden, von ihrer Rolle zurückzutreten, so Harry. "Es gab aber keine andere Option." Ihre Hoffnung sei gewesen, die bisherigen Aufgaben für die Queen, den Commonwealth und das Militär fortzuführen, aber dabei auf öffentliche Gelder zu verzichten. "Leider war das nicht möglich", sagte der Prinz.

"Ich habe das akzeptiert mit dem Wissen, dass es nichts daran ändert, wer ich bin, oder wie entschlossen ich bin." Er lasse alles hinter sich, was er gekannt habe, in der Hoffnung auf ein friedvolleres Leben. Für seine Großmutter, die Queen, habe er aber den allergrößten Respekt.

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